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Industrieelektriker/in:
Neuer zweijähriger Beruf geht in die Praxis

 

Zum   Ausbildungsjahr 2009/10 geht der zweijährige Ausbildungsberuf Industrieelektriker/in in die Praxis. Zwei Fachrichtungen sind vorgesehen: „Geräte und Systeme“ sowie „Betriebstechnik“. Der Anstoß für den neuen Beruf kam durch die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektroindustrie, die einen Bedarf für entsprechend ausgebildete Mitarbeiter in ihren Unternehmen sehen.

Im Vergleich mit der dreieinhalbjährigen Ausbildung zum/zur Elektroniker/in für Betriebstechnik bzw. für Geräte und Systeme soll der Beruf mit der zweijährigen Ausbildungsdauer einen Bedarf für die Ausübung etwas einfacherer Tätigkeiten abdecken. Die zweijährige Ausbildungsdauer bietet auf jeden Fall einen guten Einstieg. Nach dem Abschluss als Industrieelektroniker/in kann bei entsprechenden Leistungen die Ausbildung in einem industriellen Elektroberuf mit längerer Ausbildungsdauer fortgesetzt werden.

Die angehenden Industrieelektriker/innen lernen z.B., wie sie mechanische und elektrische Bauteile bearbeiten und verbinden oder elektrische Systeme prüfen. Je nach Fachrichtung sollen sie auch elektrische Anlagen installieren, betreiben und warten können oder elektronische Komponenten und Geräte herstellen und in Betrieb nehmen. Sie sind  nach abgeschlossener Ausbildung im Sinne der Unfallverhütungsvorschriften.

Für leistungsschwächere Jugendliche bieten zweijährige Ausbildungsberufe eine gute Möglichkeit zum Einstieg in das Berufsleben und eine spätere Beschäftigung. Die bundesweite Entwicklung der zweijährigen Berufe (Maschinen- und Anlagenführer und Teilezurichter) belegt, dass es keine Verdrängung durch den neuen Beruf „Maschinen- und Anlagenführer“ gegeben hat, sondern dass durch den neuen zweijährigen Beruf des Maschinen- und Anlagenführers in den Jahren 2004 bis 2006 2.418 neue Ausbildungsplätze geschaffen wurden.
Neben dem nachgewiesenen betrieblichen Bedarf werden auch für Schüler, die Probleme auf dem Ausbildungsmarkt haben, Chancen eröffnet. Zum anderen könnte der Beruf dazu beitragen, Ausbildungsabbrüche zu vermeiden: Auszubildende, bei denen absehbar ist, dass sie eine dreieinhalbjährige Ausbildung nicht mit Erfolg zu Ende bringen, könnten so einen zweijährigen Facharbeiterabschluss erwerben.

 
Weitere Informationen zum neuen Industrieelektriker/-in bietet eine Zusammenstellung, die das Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB), DIHK und Gesamtmetall gemeinsam verfasst haben. Hier finden Sie eine Übersicht über das formelle Neuordnungsverfahren, berufliche Tätigkeitsfelder, das Berufsprofil, betriebliche Einsatzmöglichkeiten, Zeitrahmen, Lernfelder, Beschulung, Prüfung, Ausbildungszeit, Anrechnung, Weiterbildungsmöglichkeiten.
 
Infos: 2-jähriger Industrieelektriker/-in