Nachrichten aus Schule und Beruf |
Land NRW und Spitzenverbände der Wirtschaft vereinbaren |
Düsseldorf, 10. Februar 2010. Mit der Unterzeichnung einer Vereinbarung von Partnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen haben sich die NRW-Schul- und Wirtschafts-Ministerien gemeinsam mit den IHK Kammern und der Landesvereinigung der Unternehmensverbände gemeinsam auf eine flächendeckende Versorgung der Schulen mit Partnern aus der Wirtschaft verpflichtet. Zur Zeit hätten 67 Prozent aller allgemein bildenden weiterführenden Schulen eine über einen längeren Zeitraum dauernde Kooperation mit einem oder mehreren Unternehmen. Jetzt lautet das Ziel: 100 Prozent. "Jeder Schule, die es wünscht, soll ein Partner aus der Wirtschaft vermittelt werden, " erklärte Wirtschaftsministerin Christa Thoben. In einer sich rasch verändernden Weltwirtschaft und einer Verdrängung gering qualifizierter Jobs durchwissensbasierte Berufe sei es unerlässlich, dass Schule und Unternehmen wechselseitig Informationen austauschen über die Belange und Anforderungen der Unternehmen einerseits und aktuellen Lernangebote der Schulen anderseits. Dr. Hans-Jürgen Forst, Vorstand der Landesvereinigung der Unternehmensverbände und Vorsitzender des Bildungswerks der NRW-Wirtschaft wies darauf hin, dass Kooperationen von Schulen und Wirtschaft heute enger sind als je zu vor. Hervorzuheben sei in diesem Zusammenhang das Engagement der Arbeitskreise SchuleWirtschaft. Für die Weiterentwicklung der Partnerschaften seien klare Zielsetzungen und Verantwortlichkeiten in den Unternehmen und den Schulen sinnvoll. Das freiwillige Engagement der Unternehmen in den Schulen könne aber eine systematische Vermittlung von Wirtschftswissen in den Schulen nicht ersetzen. |
| Pressemitteilung: Ausbau von Partnerschaften zwischen Schule und Wirtschaft |
![]() |
Berufswahlsiegel: Fünf Schulen zertifiziert |
| Hagen/Märkischer Kreis, 03. Dezember 2009. Berufswahlorientierung hat an den Schulen der Märkischen Region einen hohen Stellenwert. Besonders engagierte Schulen haben seit 2007 die Möglichkeit, sich um das SIEGEL berufswahlorientierte Schule zu bewerben. | ![]() | |
![]() | In feierlichem Rahmen, musikalisch begleitet von der Bläserklasse 6 der Realschule Letmathe, nahmen die Vertreter von fünf Schulen ihre Siegelurkunden entgegen. Das SIEGEL berufswahlorientierte Schule 2009 haben erhalten: die Rodenbergschule in Menden, die Hauptschule Gevelsberg, die Albert-Schweitzer-Schule und die Adolf Reichwein-Gesamtschulte in Lüdenscheid sowie die Realschule Letmathe in Iserlohn. Die ausgezeichneten Schulen dürfen sich für die Dauer von drei Jahren als SIEGEL-Schule bezeichnen und mit dem Gütesiegel werben. Danach müssen sie sich rezertifizieren, um Kontinuität und Nachhaltigkeit zu beweisen. | |
| Diese Schulen halten für ihre Schülerinnen und Schüler besondere Angebote bereit. So sammeln die Jugendlichen der Realschule Letmathe ab der 5. Klasse ihre Interessen, Wünsche und Ziele aber auch positive Rückmeldungen ihrer Eltern in sogenannten "Schatzkästchen". Die Hauptschule Gevelsberg nimmt teil am Gevelsberger Ausbildungspakt, der beteiligten Schülerinnen und Schülern unter bestimmten Bedingungen einen Ausbildungsplatz garantiert. Die Gesamtschule Lüdenscheid erfasst die beruflichen Perspektiven ihrer Schülerinnen und Schüler in Quartalskonferenzen, um die Unterstützungsangebote individuell darauf abzustimmen. | ![]() | |
![]() | Die Märkische Region ist Mitglied des Netzwerkes Berufswahl-SIEGEL, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Qualität von Berufswahlorientierung an Schulen zu verbessern, mehr Transparenz zu schaffen und die Zusammenarbeit von Schulen mit externen Partnern zu fördern. | |
MAV prämiert beste Praktikumsberichte |
![]() | Iserlohn, 9. November 2009. Vier Schüler aus dem Märkischen Kreis sind für ihre sehr gelungenen Praktikumsberichte vom Märkischen Arbeitgeberverband ausgezeichnet worden. Die Jugendlichen hatten sich an dem Wettbewerb "Beste Praktikumsberichte aus einem Metall- und Elektro-Unternehmen" ausgezeichnet, den der Verband in jedem Jahr ausrichtet. | |
Die weiterführenden Schulen des Verbandsgebietes waren aufgerufen, die drei besten Berichte des Schuljahres über ein Schülerbetriebspraktikum in einem Metall- und Elektro-Betrieb einzureichen. Diese Teilnehmer wurden mit Büchergutscheinen im Wert von 50, 30 und 20 Euro ausgezeichnet. Eine Jury, bestehend aus Lehrern, Ausbildern der MAV-Mitgliedsunternehmen und der Geschäftsführung des Verbandes hat drei besonders herausragende Arbeiten ermittelt, die als Hauptpreis eine Digitalkamera erhielten. Werner Sülberg, Geschäftsführer des Märkischen Arbeitgeberverbandes, begründete das Engagement des Verbandes: „Ziel dieses Wettbewerbs ist für uns als regionaler Arbeitgeberverband, das Schülerbetriebspraktikum auch in den Augen der Schülerinnen und Schüler aufzuwerten. Das Praktikum ist für viele junge Menschen der erste genauere Blick hinter ein Werkstor. Es ist damit eine wesentliche Orientierungshilfe für eine der wichtigsten Entscheidungen im Leben, die bereits in einem frühen Alter getroffen werden muss: die Berufswahl. Viele junge Leute, die sich um einen Ausbildungsplatz bewerben, haben sich mit dem Beruf, den sie erlernen wollen, nicht oder zu wenig auseinander gesetzt. Die Folge ist viel zu oft, dass eine Ausbildung abgebrochen wird, weil sich der Azubi falsche Vorstellungen von dem Berufsbild gemacht hat.“ Sülberg betonte, dass der Verband den Unternehmen der Region sehr dankbar dafür sei, dass sie den Schülerinnen und Schülern auch in der derzeit schwierigen wirtschaftlichen Situation diese wichtige Erfahrung ermöglichen. |
Erlebnis Maschinenbau 2009 |
Schwerpunkt der Veranstaltung war in diesem Jahr die Berufsorientierung der Schülerinnen und Schüler. Eingeladen hatte das ABC-Ausbildungsteam um Ausbildungsleiter Hans-Jürgen Barth zu diesem Zweck weitere Organisationen, die mit ihren Informationsständen einen abwechslungsreichen Berufs-Parcour bildeten. Beispielsweise konnten die Kinder am Stand der Ennepetaler Schreinerei Klein mit Holz arbeiten, die Diakonie bot einen Lötkurs an und der Märkische Arbeitgeberverband informierte mit seinem InfoMobil über Ausbildungsberufe der Metall- und Elektro-Industrie. | ![]() | |
![]() | Für die interessierten Kinder kam aber auch die Praxis nicht zu kurz. Sie hatten die Möglichkeit aus vorbereiteten Teilen eigene kleine Werkstücke zu fertigen. „Mit dieser Mischung aus Theorie und Praxis sprechen wir hoffentlich alle Kinder an. Wichtig ist uns, dass sie neue Erfahrungen und viele neue Informationen über die Arbeitswelt und ihre Berufsmöglichkeiten in der Region mitnehmen“, erklärt Barth. Mit Spaß dabei waren auch die „großen“ Gäste: der Bürgermeister der Stadt Gevelsberg Claus Jacobi, Werner Sülberg, Geschäftsführer des Märkischen Arbeitgeberverbandes, Vertreter der SIHK und natürlich der ABC-Geschäftsführung des Unternehmens. | |
Werkstatt-Tag in Winkelsen |
Altena. Das war das Größte: Ein Getriebe zu zerlegen und ebenso fachgerecht wieder zusammenzubauen. Über 20 Schülerinnen und Schüler der Hauptschule Rahmede machten sich jetzt in der Ausbildungs-Werkstatt in Winkelsen mit den Grundlagen der klassischen Metall- und Elektro-Berufen vertraut. Von der Instandsetzung eines Getriebes über die Programmierung von CNC-Maschinen bis hin zum Löten eines Elektronik-Bausatzes gab es viel zu tun für die Acht- und Neuntklässler. Der Einblick in die Aufgaben der Facharbeiter soll die Berufswahl erleichtern, indem frühzeitig die Weichen für den richtigen Weg gestellt werden. Und die Jungen und Mädchen waren mit Feuereifer bei der Sache: „Das würde ich gerne noch mal machen“ – lautete das Fazit eines Teilnehmers. Und mit diesem Wunsch stand er nicht alleine da. | ![]() | |
![]() |
|
Organisiert wird das Projekt von GINA, der Gemeinschaftsinitiative für Ausbildung e.V., dem Märkischen Arbeitgeberverband und der Ausbildungsgesellschaft Mittel-Lenne. Im Rahmen der vertieften Berufsorientierung sollen Schüler möglichst frühzeitig konkrete Vorstellung von den Berufen entwickeln, in denen sie später einen Ausbildungsplatz suchen. Voraussetzung für die Teilnahme war auf jeden Fall „Lust auf Technik“ – das gilt auch für Mädchen, die in den modernen Industrie-Berufen gute Chancen haben. Bereits in der Schule waren die unterschiedlichen Berufsbilder, deren Grundlagen in der Werkstatt erarbeitet werden sollten, vorgestellt worden. | ![]() | |
![]() | „Jetzt geht es in die Praxis“, war das Motto des Werkstatt-Tages. In zwei Gruppen lernten die jungen Leute an verschiedenen Stationen die Berufe Elektroniker/in und Mechatroniker/in sowie Werkzeugmechaniker/in, Industriemechaniker/in und Zerspanungsmechaniker/in kennen. Wichtig für die Ausbilder ist die Vermittlung der Erkenntnis, dass die modernen Metall- und Elektro-Berufe „mehr sind als Blaumann und feilen“ – so Ausbildungsleiter Klaus Linne. | |
![]() | Dabei sind die Grundlagen für alle gleich: wer Zerspanungsmechaniker werden will, muss CAD-Zeichnungen nicht nur lesen sondern auch bearbeiten können. Und ohne Geometrie-Kenntnisse läuft kein Zerspanungs-Programm. Der Industriemechaniker, der technische Systeme betreut, braucht gutes räumliches Vorstellungsvermögen – was an einer Biegeübung auszuprobieren war. | |
Logisch denken können muss der Elektroniker, der eine Schaltung mit Hilfe der Digitaltechnik entwirft. Beim Verdrahten und Verlöten eines kleinen Bausatzes, durften die jungen Leute ausprobieren, ob es ihnen gelingt, den Strom zu steuern. Spätestens beim Aufleuchten der kleinen roten Lampe war nicht nur das Erfolgserlebnis da, sondern auch das Interesse, mehr über diesen Beruf zu erfahren. |