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08.01.2016

Student optimiert Arbeitsabläufe bei LÜLING

„Praxisnahes Arbeiten macht die Analyse der Probleme viel leichter“, sagt Fatih Tan, der seine Bachelor-Thesis über das Thema „Arbeitsplatzstrukturierung und Opti­mierung im Bereich der Konfektionierung“ bei der Firma LÜLING geschrieben hat. Die Arbeit fertigte der 25-jährige Iserlohner im Anschluss an eine mehrwöchige Praktikumsphase bei LÜLING an. „Gerade im Maschinenbau ist der Praxisbezug sehr wichtig, nur im Labor zu forschen fände ich langweilig“, sagt Fatih Tan.

LÜLING Altena und LÜLING Iserlohn ist mit 120 Mitarbeitern eine der größten stahlwerksunabhängigen Drahtziehereien Europas. „LÜLING betreut regelmäßig Abschlussarbeiten von Studierenden“, sagt Geschäftsführer Christian von der Crone. Fatih Tan hat bei LÜLING unter anderem bei der Arbeitsablaufoptimierung eine Materialflussanalyse durchgeführt. Hier zeigte sich, wo das Unternehmen zum Beispiel Durchlaufzeiten verringern und Arbeitsprozesse optimieren kann. Ebenso gehörte die ergonomische Arbeits­platzgestaltung zur Untersuchung, so sollte ein Mitarbeiter nicht ständig eine ungünstige Körperhaltung einnehmen oder zu große Lasten bewegen müssen. Auch Sicherheitsaspekte wie Quetschgefahren wurden aufgedeckt.

„Meine Arbeit hat gezeigt, dass sich die Investition in einen Kran zum Drahttransport wirtschaftlich lohnt, die Mitarbeiter entlastet werden und dadurch Produktivitäts­zuwächse entstehen. Einige Mitarbeiter bekommen geeignete Stahlschneider, dadurch entfallen Wege und Wartezeiten“, so Tan, „Wir konnten auch Wege für den Drahttransport verringern, das spart wichtige Zeit ein. Das sind alles Beispiele für arbeitsorganisatorische Verbesserungsmöglichkeiten, die ich im Laufe meiner Arbeit erkennen konnte.“

Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr.-Ing. Klaus-Michael Mende der Fachhochschule Südwestfalen. Mende ist seit 2015 Professor für das Lehrgebiet Industrial Engi­neering. Er unterstützt die Zusammenarbeit der Hochschule mit dem Märkischen Arbeitgeberverband und Unternehmen der Region. So entsteht eine gelungene Brücke zwischen heimischer Wirtschaft und Wissenschaft. „Ich kenne die hiesigen Unternehmen sehr gut und kann sie mit angehenden Absolventen zusammenbringen“, erläutert Prof. Mende die Gründe der Kooperation. „Die Themen der Arbeits- und Prozessge­staltung werden nach Unternehmensaussagen für unsere heimischen Firmen immer wichtiger und werden von ihnen nachgefragt.“ Optimal gestaltete Arbeits- und Prozess­abläufe senken die Produktionskosten und unterstützen die Wettbewerbs­fähigkeit. Das bestätigt auch Geschäftsführer von der Crone: „Die Optimierung von Produktionsabläufen senkt nicht nur Kosten, sie schafft auch für die Mitarbeiter eine angenehmeres Arbeitsumfeld.“

Und wie geht es nun für Fatih Tan weiter? Der gelernte Werkzeugmechaniker und erfolgreiche Bachelorabsolvent ist gerade in der Bewerbungsphase: „Ich möchte erst mal arbeiten, einen Master mache ich vielleicht später noch.“ Die Praxiserfahrung bei LÜLING hat ihn sehr begeistert und wird sicher ein Türöffner beim Bewerben sein.

Bei Fragen können Sie sich gerne an den Märkischen Arbeitgeberverband als Kooperationspartner wenden:

Märkischer Arbeitgeberverband e.V.
Erich-Nörrenberg-Straße 1
58636 Iserlohn
Frau Sandra Finster
Tel.-Nr.: 02371/8291-71
Fax.-Nr: 02371/8291-91
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