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25.02.2015

76 Jahre „heiße Öfen“ in Breckerfeld

„Schon mein Großvater nahm mich als Kind mit in seinen Betrieb und weckte in mir die Faszination für die großen heißen Öfen“, erzählte Inhaber Jürgen Schmidthaus über seinen Breckerfelder Familienbetrieb Härterei Schmidthaus dem Arbeitskreis Schule/Wirtschaft. Dieser besuchte im Rahmen einer Betriebserkundung das Unternehmen. Seit nunmehr 75 Jahren betreibt die Härterei Schmidthaus die Wärmebehandlung von metallischen Werkstoffen. In Remscheid gegründet und mit Zwischenstation in Halver wird das Familienunternehmen nunmehr in dritter Generation von Jürgen Schmidthaus, dem Enkel des Firmengründers, am Standort in Breckerfeld geführt. Mit 70 Mitarbeitern bearbeitet die Lohnhärterei knapp 250 Tonnen Stahl pro Tag.

Der Unternehmensrundgang führte die 25 gespannten Gäste, unter denen  Ausbildungsberater der Agentur für Arbeit, Ausbildungsvertreter aus heimischen Unternehmen und Lehrer waren, durch die Fertigung und das Werkstofflabor des Unternehmens. Die Besucher staunten nicht schlecht, dass der Gasverbrauch der Härterei bei 50 Millionen Kilowattstunden pro Jahr liegt. „Wir betreiben 50 verschiedene Öfen, dabei entstehen Temperaturen weit über 1000 Grad Celsius“, sagte Jürgen Schmidthaus.

Auch erfuhren die Mitglieder des Arbeitskreises alles über die sehr guten Ausbildungsmöglichkeiten im Unternehmen. Seit 30 Jahren bildet der Betrieb Werkzeugprüfer für Härterei- und Metalltechnik aus, auch Industriekaufleute sind gefragt. „Künftig werden wir auch noch Elektriker und Mechatroniker als Lehrlinge nehmen“, so Jürgen Schmidthaus, der seit 1981 auch Vorstand des Härterei Verbandes ist und dem Ausbildungsnachwuchs besonders am Herzen liegt.

Mittlerweile steht schon die nächste Generation in den Startlöchern. Seit 2012 wird Schmidthaus von seinem Geschäftsführer Dirk Schmale unterstützt. Der neue Geschäftsführer hat viel frischen Wind mitgebracht und gleich zu Beginn seiner Amtszeit wesentliche Veränderungen zur Verbesserung der Arbeitsabläufe eingeführt. Die Mitarbeiter hatten Mitspracherecht, so wurden Betroffene zu Beteiligten, wodurch sich eine hohe Akzeptanz der Maßnahmen ergab. „Viele Mitarbeiter sind schon seit  über 40 Jahren bei uns beschäftigt“, sagt Schmidthaus ein wenig mit Stolz erfüllt.