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09.11.2015

MUF: Von glücklichen Kühen und erfolgreicher Landwirtschaft

Zur Jahresabschlussveranstaltung des Märkischen Unternehmerforums (MUF) konnten die Veranstalter  auf dem Sümmeraner Bauernhof Drepper in Iserlohn rund 60 Gäste begrüßen. Unter dem Titel „Die heimische Landwirtschaft im Spannungsfeld von Ökonomie, Gesellschaft und Politik“ nahm Dr. Christian Drepper die Firmenvertreter mit auf eine spannende Zeitreise durch die Geschichte des Bauernhofes.

1792 ging der Hof in Familienbesitz über. Die Entwicklung war typisch für landwirtschaftliche Betriebe. Ab 1960 erfolgte die erste große Entscheidung zum Anbau von Freilandgemüse, später kamen dann Milchvieh und Schweinemast hinzu. Mit der Zeit weitete sich die Verkaufsschiene über den Großmarkt aus zum Einzelhandel. „Bis 1990 führten wir dieses Programm, dann entschieden sich meine Eltern für ein enormes Wachstum bei der Schweinehaltung und dem Milchvieh“, so Dr. Drepper. Die damalige Agrarpolitik aus Brüssel prägte die Entwicklung des Hofes maßgeblich. Die Diversifikation führte zur Risikominimierung und sorgte für finanzielle Sicherheit; große Kaufkraft und Kunden vor Ort in Menden, Hemer und Iserlohn stärkten die Entscheidung ebenfalls.

1988 gab es den ersten Verkaufsraum auf Hof Drepper. „So stellten wir fest, dass die Nachfrage nach regionalen Produkten hier sehr groß ist. Was wir nicht selber produzieren, kaufen wir von vergleichbaren Betrieben zu, wie Geflügel und Eier“, sagte Dr. Drepper. 1996 entstand aus der Direktvermarktung eine eigenständige Firma, der Landmarkt Hof Drepper mit einer eigenen Metzgerei. Der Verkaufsraum wurde erweitert. Die Gemüsebau Drepper GmbH blieb als Großhandel bestehen. Im Jahr 2000 gründete Familie Drepper einen Partyservice als Teil des Landmarktes. Jährlich finden in der „Party-Tenne“ 40 Hochzeiten und weitere Veranstaltungen statt. Auf dem Hof Drepper gibt es drei Betriebe, die wirtschaftlich getrennt sind, aber eng zusammenarbeiten. „Die Direktvermarktung und das Catering bieten uns mehr Sicherheit.“, sagte Dr. Drepper, „Man muss in der Landwirtschaft kurzzeitig Entscheidungen treffen, auch wenn Landwirte in Generationen denken, heute ist Flexibilität gefragt.“