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16.06.2017

Verbraucherpreise steigen im Mai 2017 schwächer

Das Statistische Bundesamt und IT.NRW haben Daten zu den Verbraucherpreisen für Mai 2017 veröffentlicht. Nach den Angaben des Statistischen Bundesamtes lagen die Verbraucherpreise im Mai 2017 um 1,5 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Damit schwächte sich der Anstieg der Inflationsrate – gemessen am Verbraucherpreisindex – zum Vormonat merklich ab. Im April hatte sie bei 2,0 Prozent gelegen.

Im Vergleich zum Vormonat April ging der Verbraucherpreisindex im Mai 2017 leicht zurück von 109 auf 108,8 Punkte.

In Nordrhein-Westfalen verzeichnete der Verbraucherpreisindex von Mai 2016 bis Mai 2017 einen Zuwachs von 1,6 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat sank der Preisindex um 0,2 Prozent.

Bewertung durch unternehmer nrw:

Mit einem Preisanstieg von 1,5 Prozent befindet sich die Inflation auf dem niedrigsten Stand seit November 2016. Insbesondere der Einfluss der Energiepreisentwicklung auf die Inflationsrate hat sich merklich abgeschwächt. Während zwar Mineralölprodukte etwas stärker zulegten, verbilligte sich Gas um 3,4 Prozent. Ohne die Berücksichtigung von Energie insgesamt lag die Inflationsrate im Mai bei 1,4 Prozent.

Auch bei Dienstleistungen ließ der Preisdruck merklich nach, vor allem durch einen Rückgang der Preise für Pauschalreisen (+ 1,2 Prozent). Gegen den Trend entwickelten sich hingegen die Preise für Nahrungsmittel (+2,4 Prozent).

Der für die Geldpolitik der EZB relevante Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) stieg zum Vorjahresmonat um 1,4 Prozent und fiel um 0,2 Prozent zum Vormonat.  Aus Sicht des EZB-Rats sind die Inflationsaussichten schwach genug, um die sehr lockere Geldpolitik bis auf weiteres fortzuführen.