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03.07.2017

Situation auf dem Ausbildungsmarkt in NRW - Stand: Juni 2017

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat aktuell die Daten zur Situation auf dem Ausbildungsmarkt in NRW mit Stand Juni 2017 veröffentlicht.

Zentrale Daten für NRW:
  Absolute Zahl Veränderung
gegenüber 2016
Gemeldete Ausbildungsplätze  98.563 -0,2%
Gemeldete betriebliche Ausbildungsplätze  97.260 +0,0%
Gemeldete Ausbildungsplatzbewerber 121.989 +1,1%
Unversorgte Ausbildungsplatzbewerber  45.506 +4,3%
Unbesetzte Ausbildungsplätze 40.241 +8,3%

Kurzbewertung der aktuellen Daten:

Eine fundierte Bewertung der Daten bleibt weiter schwierig, da der Ausbildungsmarkt noch in Bewegung ist. Allerdings scheint sich bei den gemeldeten Plätzen ein Einpendeln in etwa auf dem Vorjahresniveau abzuzeichnen.

Nachdem bei den insgesamt gemeldeten Ausbildungsplätzen in den ersten Monaten des Jahres 2017 noch ein Minus gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen war (Januar: -2,8 %, Februar: -2,1 %, März: -1,3 %), wird nun im Juni fast das Vorjahresniveau erreicht (-0,2 %).

Bei den betrieblichen Ausbildungsplätzen wurde im April das sehr gute Vorjahresniveau leicht übertroffen (+0,5 %), während im März noch ein Minus (-0,9 %) zu verzeichnen war. Im Mai lag diese Zahl auf dem Vorjahresniveau, genauso wie aktuell im Juni. Dieses Halten des Vorjahresniveaus wäre durchaus bemerkenswert, nachdem hier im letzten Jahr bereits der höchste Stand seit 14 Jahren erreicht worden war und es zunehmend problematisch für die Betriebe ist, ihre Ausbildungsplätze auch zu besetzen.

Insgesamt deuten die Zahlen auf eine zunehmende Matching-Problematik hin. So liegt sowohl die Zahl der noch unversorgten Bewerber (+4,3 %) über dem Vorjahresniveau wie auch die Zahl der noch unbesetzten Plätze (+8,3 %). Und auch die regionalen wie berufsspezifischen Disparitäten bleiben aktuell deutlich erkennbar. Berufliche wie regionale Mobilität der Bewerber und die Nutzung von Unterstützungsangeboten zur Integration schwächerer Bewerber durch die Betriebe bleiben daher wichtige Handlungsansätze, die es zu stärken gilt.