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26.06.2018

Industrie im Trend (NRW), Juni 2018

I. Industrieproduktion
Die Industrieproduktion in Nordrhein-Westfalen musste im Monat April einen erneuten Produktionsrückgang im Vergleich zum Vormonat hinnehmen. Gegenüber dem Monat März sank die Produktionsleistung um 1,4 Prozent und liegt damit im Trend des bun-desweiten Rückgangs der Industrieproduktion. Seit dem Höchstwert zu Jahresende 2017 sank die Produktionsleistung damit in drei von vier Monaten. Im Vorjahresvergleich stieg die Produktionsleistung um 1,4 Prozent und damit wieder etwas stärker als im Vormonat. Dämpfende Effekte aufgrund des Streikgeschehen sowie der Grippewelle sollten keinen Einfluss mehr auf die Produktionsleistung gehabt haben. Ein möglicher Grund für den Rückgang könnte im Brückentagseffekt liegen. Dafür spricht der Produk-tionsrückgang über alle Branchen hinweg.

 II. Auftragseingänge
Im Vergleich zum Monat März sanken die Aufträge um knapp 7 Prozent. Gründe für den Rückgang zum Vormonat waren sowohl eine schwache Binnennachfrage und eine schwache Nachfrage aus dem Euro-Raum. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stiegen die Auftragseingänge im April 2018 um 10,1 Prozent gegenüber dem Vorjahrszeitraum. Dabei stieg die die Binnennachfrage um 10,4 Prozent und die Auslandsnach-frage um 9,8 Prozent. Insbesondere die Hersteller von Investitionsgütern hatten mit ei-nem verminderten Kaufinteresse zu kämpfen. Zwar stiegen im Vergleich zum Vorjah-reszeitraum die Aufträge aus dem In- und Ausland merklich an, aber im Vergleich zum Vormonat sanken die Aufträge deutlich. Aus dem Inland gingen im Vergleich zum Vormonat 8,4 Prozent weniger Bestellungen bei den Investitionsgüterherstellern ein, aus dem Ausland waren es 13,5 Prozent weniger.

III. Auftragsbestand
Die Reichweite der Auftragsbestände im Verarbeitenden Gewerbe betrug im April 2018 4,8 Monate. Dies waren 10,5 Prozent mehr als im April 2017.

IV. Beschäftigte
Im Monat April 2018 waren in den Betrieben der nordrhein-westfälischen Industrie mit mehr als 50 Beschäftigten 1.085.581 Men-schen tätig. Das entspricht einen Anstieg zum Vorjahreszeitraum von 23.644 Be-schäftigten oder 2,2 Prozent.
16.012 der neuen Stellen wurden in der hiesigen Metall- und Elektroindustrie geschaffen. Im Vergleich zum Vormonat waren in der nordrhein-westfälischen Industrie 0,13 Prozent oder 1.465 Menschen weniger beschäftigt – der erste Rückgang seit vier Monaten.