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10.01.2018

MAV bewertet Warnstreiks als unnötige Verschärfung der Tarifrunde – Vorsitzender Horst-Werner Maier-Hunke: „Zukunftsfähigkeit des Flächentarifs nicht gefährden“

Der Märkische Arbeitgeberverband (MAV) fordert die IG Metall auf, die Tarifrunde 2018 nicht mit weiteren, überzogenen Warnstreiks anzuheizen. Der Vorsitzende des Verbandes, Horst-Werner Maier-Hunke erklärte, die gegenwärtige Warnstreikwelle in vielen Mitgliedsunternehmen sei angesichts der sensiblen internationalen Wertschöpfungsketten für die betroffenen Betriebe ein großes Ärgernis. Damit gefährde die IG Metall die international anerkannte Lieferverlässlichkeit der heimischen Unternehmen. Die Gewerkschaft beeinträchtige außerdem die Chance, Verhandlungen in einer vernünftigen und sachgerechten Atmosphäre fortzuführen. Warnstreiks machten eine Lösung des Tarifstreits nicht leichter. „Ich erwarte, dass sich die Gewerkschaft am Verhandlungstisch und nicht auf der Straße bewegt“, sagte Maier-Hunke.

Als „wirklichkeitsfremd und diskriminierend“ bezeichnete der MAV-Vorsitzende die Forderung der Gewerkschaft nach einem Teillohnausgleich für ausgewählte Beschäftigtengruppen, die ihre Arbeitszeit vorübergehend absenken wollten. Diese Ungleichbehandlung könnte rechtswidrig sein. Folglich wären auch Streiks zur Durchsetzung dieser Forderung nicht rechtmäßig.

Maier-Hunke forderte die IG Metall auf, in der laufenden Tarifrunde auch die Zukunftsfähigkeit des Flächentarifs nicht aus dem Auge zu verlieren. Anders als noch vor Jahren müsse der Flächentarifvertrag den Mitgliedsunternehmen in jeder Tarifrunde aufs Neue beweisen, dass er die beste Alternative für die Regelungen der Arbeitsbeziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern ist. Der IG Metall müsse bewusst sein, dass ein Paket von überhöhten Entgeltforderungen, kürzeren Arbeitszeiten für alle mit teilweisem Lohnausgleich und der Androhung von 24-Stunden-Streiks keine Werbeveranstaltung für die Tarifbindung sei. Es könne nicht im Interesse einer auf Ausgleich bedachten Tarifpartnerschaft sein, die Reputation des Flächentarifs zu gefährden.