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Betriebserkundung: DHL-Frachtzentrum in Hagen

Hagen, 28. Juni 2011. Für den Betrachter herrscht das absolute Chaos: ungezählte Gabelstapler zum Teil mit Paletten im Doppelpack kreuzen die fußballstadion-große DHL-Halle in Hagen. Dazwischen flott auf den eigenen Beinen unterwegs die Mitarbeiter mit ihren Scannern. Wie in einem Ameisenhaufen ist alles in alle Richtungen in Bewegung. Und das System funktioniert. Wie genau die logistischen Vorgänge ablaufen, das erkundete im Juni der Arbeitskreis SchuleWirtschaft des Märkischen Arbeitgeberverbandes.

Mit einem Jahresumsatz von 100 Mio. Euro transportiert DHL allein am Standort in Hagen 9 Millionen Sendungen im Jahr. 180 LKW´s transportieren täglich Sendungen in 15 Länder Europas. Die von Sub-Unternehmern zur Verfügung gestellten LKW´s werden von DHL angemietet und mit der entsprechenden Werbung versehen. 200 Mitarbeiter kümmern sich um die logistischen Vorgänge. Disponenten telefonieren ununterbrochen in verschiedenen Sprachen und sorgen dafür, dass die Stückgut, Teil- und Komplettladungen eingelagert und sofort wieder ausgefahren werden.

In Hagen treffen die Sendungen nachts ein, werden gescannt und an den dafür vorgesehenen Platz gebracht. In den Vormittagsstunden werden sie auf die entsprechenden LKW´s verteilt. Diese warten an 123 Verladetoren, die ständig besetzt sind. Dann geht es hier zu wie in einem Ameisenhaufen. Beim Zuschauen dieses Treibens fragt man sich, warum hier noch niemand ums Leben gekommen ist.

Die Gabelstaplerfahrer scheinen jedoch „ihr“ System zu haben. Sie haben das Fahrzeug unter Kontrolle und schieben so manche Palette im Doppelpack vor sich her. Dazwischen laufen Mitarbeiter die die Sendungen scannen. Das Scannen ist der wichtigste Vorgang, denn ungescannte Pakete und Ladungen können nicht zugeordnet werden, sie würden „untergehen“. Für DHL ist es wichtig, dass die Sendungen spätestens nach 24 Stunden beim Kunden ankommen. So lautet der Service der eingehalten werden muss.

Die Zentrale in Bonn steuert nationale und internationale Transportnetzwerke an insgesamt 37 Standorten in Deutschland. Von hier aus werden auch die Scan-Vorgänge gesteuert. Ein Computersystem beherrscht diese Vorgänge und entsprechend ausgebildete Mitarbeiter können es bedienen.

Jörn Oschatz, kaufmännischer Leiter bei DHL, informierte die interessierten Pädagogen über die Ausbildung bei DHL. Für den gewerblichen Bereich werden Fachlageristen und Fachkräfte für Lagerlogistik ausgebildet. Im kaufmännischen Bereich bildet DHL zum Speditionskaufmann aus. Bewerber findet DHL überwiegend über Praktikumseinsätze. Maßgeblich für ein Ausbildungsverhältnis ist der persönliche Eindruck des Bewerbers sowie die Zeugnisnoten. Bewerber, denen entsprechende Einstellungsvoraussetzungen fehlen, werden von DHL gefördert und zwar in Form von individueller Nachhilfe.

Abiturienten könnten auf DHL-Kosten auch studieren, beispielsweise zum Verkehrsfachwirt oder Betriebswirt. Das Studium wird bereichert mit einem Auslandsaufenthalt und gibt den Studenten einen umfangreichen Überblick über alle logistischen Herausforderungen weltweit.