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Antworten in der Krise

FAQ

Die Zahl der Infektionen steigt. Für Arbeitgeber stellt sich die Frage, ob sie ihre Beschäftigten weiterhin wie gewohnt einsetzen und sie für Auslandsreisen eingesetzt werden können. Grundsätzlich rät das Auswärtige Amt zur Vorsicht. Von nicht notwendigen Reisen rät es ab. Das Auswärtige Amt hat aktuelle Informationen zur Lage zusammengestellt.

Beschäftigte, die nicht erkrankt sind, müssen weiterhin zur Arbeit erscheinen. Gesunden Arbeitnehmern steht kein generelles Recht zur „Leistungsverweigerung“ zu, weil sich die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung z.B. auf dem Weg zur Arbeit oder durch Kontakte am Arbeitsplatz erhöht.

Firmen- oder Personalchefs können Beschäftigte, die aus dem Ausland zurückkehren, fragen, ob sie sich an einem Ort mit erhöhtem Ansteckungsrisiko aufgehalten haben. Auch können sie die entsprechende Person zum Arzt schicken, etwa, wenn diese zuvor eine Risiko-Region bereist hat. Arbeitgeber können einen Menschen, der Kollegen oder Kunden anstecken könnte, auch von sich aus von der Arbeit freistellen. Hier genügt schon der Verdacht etwa auf eine Corona-Infektion.

Als Verdachtsfälle gelten Patienten, die Symptome einer Corona-Erkrankung aufweisen und sich bis 14 Tage vor Erkrankungsbeginn in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder Kontakt mit einem Erkrankten hatten. Bei einem Verdacht sollte zunächst der jeweilige Hausarzt informiert werden. Verdachtsfälle werden dann von dem jeweiligen Arzt dem zuständigen Gesundheitsamt gemeldet. Dieses kümmert sich dann um einen Test auf das Coronavirus.

Kontakte für Fragen:

Märkischer Kreis:
Tel. 02352 / 966 7272 (Gesundheitstelefon)

Hagen:
02331 / 207 3934 (Gesundheitsamt)

EN-Kreis:
Kontaktaufnahme per E-Mail: krisenstab-kreis.ennepe-ruhr(at)en-kreis.de
 

Den Arbeitgeber trifft in allen Fällen, in denen Arbeitnehmer im Zusammenhang mit dem Corona-Virus nicht beschäftigt werden, das hohe Risiko einer Vergütungspflicht.

Bei Fragen zu diesem Thema können Sie uns gerne anrufen: Tel.: 023 71 / 82915

Arbeitnehmer, die nicht mehr arbeiten dürfen oder unter Quarantäne gestellt werden, weil sie möglicherweise Krankheitserreger verbreiten, erhalten für den Verdienstausfall eine Entschädigung.

Bei Fragen zu diesem Thema können Sie uns gerne anrufen: Tel.: 023 71 / 82915

Grenzüberschreitende Reisen aus berufsbedingten Gründen oder zur Ausübung einer Berufstätigkeit zur Durchführung von Vertragsleistungen bleiben – unabhängig von der Staatsangehörigkeit – zulässig. Dies ist durch Mitführung geeigneter Unterlagen (u.a. Arbeitsvertrag, Auftragsunterlagen, Grenzgängerkarte) zu belegen. Ein Arbeitnehmer darf die Arbeit bzw. eine Entsendung ins Ausland grundsätzlich nicht verweigern. Spricht das Auswärtige Amt eine Reisewarnung für bestimmte Länder aus, kann die Verweigerung aber rechtens sein.

Bei Fragen zu diesem Thema können Sie uns gerne anrufen: Tel.:023 71 / 82915

 

Im Betrieb sollten die Hygieneregeln beherzigt werden, die auch Schutz vor Grippe bieten: Händeschütteln vermeiden, regelmäßig die Hände waschen, mit den Händen nicht ins Gesicht fassen, Husten und Niesen in ein Taschentuch oder in die Armbeuge, Abstand zu anderen Menschen halten, Hände aus dem Gesicht fernhalten, geschlossene Räume regelmäßig lüften. Zusätzlich kann ein Pandemieplan sinnvoll sein, in dem geregelt ist, wie die Gesundheit der Beschäftigten geschützt wird, wer welche Arbeiten übernehmen muss, wann Kurz-, mobile oder Heim-Arbeit erforderlich sind und in welchem Umfang Arbeitnehmer Urlaub nehmen oder Überstunden ausgleichen müssen. Die Deutsche Unfallversicherung hat für einen betrieblichen Pandemieplan Tipps zusammengestellt.

Eine weitere Möglichkeit ist, je nach den betrieblichen Möglichkeiten das Arbeiten im Home-Office zu ermöglichen. Anstelle von Dienstreisen können womöglich auch Videokonferenzen oder Telefonkonferenzen durchgeführt werden.

Grundsätzlich kann ein Anspruch auf Kurzarbeitergeld infolge eines Arbeitsausfalls aufgrund des Corona-Virus bestehen. Voraussetzung für den Bezug von Kurzarbeitergeld ist, dass die üblichen Arbeitszeiten vorübergehend wesentlich verringert sind. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn aufgrund des Corona-Virus Lieferungen ausbleiben und dadurch die Arbeitszeit verringert werden muss oder staatliche Schutzmaßnahmen dafür sorgen, dass der Betrieb vorübergehend geschlossen wird.

Wie immer bei der Kurzarbeit gilt auch hier, dass alles getan werden sollte, um den Arbeitsausfall zu vermeiden (z.B. Urlaub, Überstundenabbau oder Homeoffice), ehe Kurzarbeit beantragt wird.

Im Netz gibt es zentrale Informationen der Agentur für Arbeit. Die Dienststellen vor Ort haben ihren Publikumsverkehr in der Regel wegen der Pandemie eingestellt.

Inzwischen unterstützt die Agentur Mark in Hagen die Agentur für Arbeit bei der Beratung von Unternehmen. Kontakt zur Agentur: Tel. 02331-488780

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände bietet einen umfangreichen Pandemie-Leitfaden.

Das Bundesgesundheitsministerium informiert tagesaktuell über die Corona-Infektion.

Finanzielle Hilfen

Das Bundesfinanzministerium beantwortet hier die wichtigsten Fragen zum aktuellen Hilfsprogramm.

Die  KfW bietet Unternehmerkredite an. Unternehmen, die mehr als fünf Jahre am Markt sind, können außerdem den KfW-Kredit für Wachstum beantragen.  Zusätzlich soll für „kleine“, „mittlere“ sowie „große“ Unternehmen je ein KfW-Sonderprogramm vorbereitet und schnellstmöglich eingeführt werden. Die Antragsstellung erfolgt über Ihre Hausbank bzw. Finanzierungspartner, d.h. Geschäftsbanken, Sparkassen, Genossenschaftsbanken, Direktbanken, Bausparkassen, Versicherungen oder die Finanzvermittler.

KfW-Hotline: 0800 539 9001, Mo – Fr 08:00 bis 18:00 Uhr

Die Finanzverwaltung bietet hier einen Antrag auf Steuererleichterungen aufgrund der Corona-Krise:

www.finanzverwaltung.nrw.de/de/steuererleichterungen-aufgrund-der-auswirkungen-des-coronavirus