Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage, in der sich die Metall- und Elektroindustrie befindet, forderte der stellvertretende Vorsitzende Fabian Schmidt in seinem Grußwort bessere Rahmenbedingungen für die Betriebe: wettbewerbsfähige Energiepreise, eine spürbare Entlastung bei Steuern und Abgaben, einen Abbau von Bürokratie und mehr Flexibilität am Arbeitsmarkt.
Dass die Rahmedetalbrücke auf der A45 wieder befahrbar ist, begrüßte er. Schmidt mahnte aber auch an. dass sich das Problem nicht wiederholen dürfte. Längst sind weitere Talbrücken auf der A45 wegen Sanierungsmaßnahmen in der Diskussion.
Chancen ergreifen
„Wir wollen Verantwortung aber nicht nur weitergeben“, so Schmidt im Namen der vertretenen Unternehmer. „Zu unseren eigenen Aufgaben gehört das Ergreifen von Chancen. Dazu eröffnet zum Beispiel die Künstliche Intelligenz eine Möglichkeit.“ Er forderte dazu eine leistungsfähige digitale Infrastruktur, Zugang zu Daten und eine Regulierung, die Innovation ermöglicht, nicht verhindert. Ein wirtschaftlicher Aufbruch sei möglich, so Schmidt. Dazu gehöre auch, dass „wir selbst daran glauben“.
Der MAV-Vorsitzende Horst-Werner Maier-Hunke hatte nachmittags bereits die Mitgliederversammlung des Verbands eröffnet. Auf dem Arbeitgebertag unterstrich auch er, wie ernst die Wirtschaftslage sei. Künstliche Intelligenz könne vor diesem Hintergrund ein Baustein zur Steigerung der Produktivität sein, „nicht nur in der Produktion, auch in den Büros“.
Wie der Mittelstand von KI profitieren kann
Key-Note-Speaker Julian Yogeshwar, Unternehmer und KI-Experte, nahm die Besucher anschließend mit auf einen Parforceritt durch die Chancen und Risiken der neuen Technologie. Mitreißend skizzierte er die nahezu unvorstellbare Dynamik der gerade begonnenen Entwicklung.
Er verbreitete aber auch Optimismus, indem er darstellte, wie KI das Leben von Menschen verbessern kann, von selbstfahrenden Autos bis zu den enormen Möglichkeiten im Gesundheitswesen. Der Mittelstand könne profitieren, indem er viele Stunden Arbeitszeit einspart. Er selbst lasse sich beim Einsatz von KI nicht durch Bürokratie und Vorgaben bremsen, betonte Yogeshwar leidenschaftlich. Er rief auch andere Unternehmer dazu auf, optimistisch und mutig zu sein.
Eine elegante musikalische Note bekam der Abend durch Nike Tiecke, Kenneth Mattice und Steffen Müller-Gabriel vom Theater Hagen, die vor und nach den Vorträgen seltene Musical-Melodien auf die Bühne brachten – ein anspruchsvolles Aushängeschild des Standortes Hagen.







