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"Die Richtung stimmt"

Fabian Schmidt, stv. Vorsitzender des MAV, bewertet das am 2. Juli 2026 vorgelegte Reformpaket der Bundesregierung:

"Wir begrüßen ausdrücklich, dass im Reformpaket der Bundesregierung endlich mit dem Bürokratieabbau ernst gemacht wird. Speziell die Abschaffung von Berichts- und Dokumentationspflichten für Unternehmen hatten wir schon lange gefordert.

Auch die krankheitsbedingten Fehlzeiten sind seit Jahren ein zunehmendes Problem in unseren Mitgliedsbetrieben. Es wird abzuwarten sein, ob die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung und die verpflichtende Vorlage der ärztlichen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ab dem ersten Tag daran nun etwas ändert. Sich des Themas anzunehmen, ist aber auf jeden Fall der richtige Weg. Die heimische Industrie begrüßt insgesamt den wirtschaftsfreundlichen Geist, der in den Reformplänen steckt.

Die Beschlüsse zur Einkommensteuerreform werden bei unseren Facharbeitern für Entlastung sorgen. Auch das begrüßen wir. Diese Entwicklung nimmt Druck von der Tarifpolitik. 

Auch dass die Vorschläge der Rentenkommission umgesetzt werden sollen, ist gut. Allerdings hätten wir uns natürlich eigentlich gewünscht, dass die Rentenbeiträge nicht weiter steigen – oder sogar sinken. Dieses Ziel wird nun wohl nicht erreicht. Genauso wie eine vorgezogene Senkung der Körperschaftssteuer sowie eine Entlastung bei den Energiepreisen nicht kommen. Letzteres ist ein großer internationaler Wettbewerbsnachteil für die energieintensive Metall- und Elektroindustrie.

Der richtige Weg ist grundsätzlich beschritten. Wir hoffen sehr darauf, dass dies positive Effekte in der Märkischen Region auslöst. Der Reformprozess muss aber noch weitergehen. Ansatzpunkte dazu gibt es genug. Die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie steht weiterhin auf dem Spiel."

Fabian Schmidt