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Girl's Day 2026

Der Girls’ Day ist seit Jahren ein zentraler Impulsgeber für die Metall- und Elektroindustrie. Er zeigt, wie viel Potenzial in jungen Frauen steckt, wenn sie früh Einblicke in technische Berufe erhalten. Zwei Auszubildende aus der Region machen deutlich, wie selbstverständlich Mädchen ihren Platz in der Industrie finden können – und wie sehr Unternehmen davon profitieren.

 

Natalia (17) absolviert ihre Ausbildung zur Zerspanungsmechanikerin bei Kracht. Inspiriert durch ihren Vater entdeckte sie früh ihre Begeisterung für Metallbearbeitung und Präzision. Heute arbeitet sie an modernen CNC-Maschinen und fertigt Bauteile, die höchste Genauigkeit erfordern. Die Mischung aus technischem Verständnis und handwerklichem Geschick fasziniert sie täglich.

Ihre Ausbildung erfolgt in Kooperation mit der Ausbildungsgesellschaft Mittel-Lenne, die jungen Menschen eine klare Struktur, verlässliche Begleitung und viel Raum für eigenständiges Arbeiten bietet. Natalia schätzt besonders, dass sie dort Verantwortung übernehmen und eigene Lösungen entwickeln kann – ein Umfeld, das Talente stärkt und Selbstvertrauen fördert.

Der Einstieg in eine überwiegend männliche Berufsschulklasse war für sie zunächst ungewohnt, doch schnell merkte sie, dass Engagement wichtiger ist als Rollenbilder. „Am Ende zählt, was man kann“, sagt sie. Technik begleitet sie auch privat – ob Formel 1, Autos oder Schrauben. Für sie ist klar: Interessen haben kein Geschlecht.

 

Inka (16) ist im ersten Lehrjahr zur Werkzeugmechanikerin bei Nedschroef. Ein frühes Praktikum im Betrieb ihres Vaters weckte ihre Faszination für logische Abläufe und präzise Werkzeuge. Heute lernt sie, wie Werkzeuge entstehen, wie Prozesse ineinandergreifen und wie wichtig analytisches Denken in der Metallverarbeitung ist.

Auch sie profitiert von der Ausbildungsgesellschaft in Plettenberg, die Wert darauf legt, junge Menschen fachlich wie methodisch zu stärken. Inka wird ermutigt, mitzudenken, eigene Vorschläge einzubringen und technische Zusammenhänge wirklich zu verstehen. Ihr Ziel ist klar: Sie möchte später in die Instandhaltung. „Fehler finden, Lösungen entwickeln, Maschinen wieder zum Laufen bringen – das ist genau mein Ding“, sagt sie. Mädchen hätten in technischen Berufen viel beizutragen: „Wir haben oft ein gutes Feingefühl.“

Ihr Motto zum Girls’ Day: „Einfach mal ausprobieren.“

 

Ein Tag, der Türen öffnet – und Perspektiven schafft

Die Geschichten von Natalia und Inka zeigen, wie wichtig es ist, Mädchen früh praktische Erfahrungen zu ermöglichen. Der Girls’ Day bietet genau diese Chance: Maschinen anfassen, Prozesse verstehen, Berufe erleben. Für viele Unternehmen ist er ein strategisch wichtiger Baustein, um junge Frauen für M+E‑Berufe zu begeistern und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Auch Benedikt Gawliczek, stellvertretender Standortleiter der ausbildungsgesellschaft, sieht darin einen klaren Vorteil: „Wir freuen uns über jede junge Frau, die den Mut hat, diesen Weg zu gehen. Sie sind oft sehr genau, motiviert und arbeiten erstaunlich eigenständig.“

Die Metall- und Elektroindustrie lebt von Vielfalt – fachlich wie menschlich. Mädchen, die sich für Technik begeistern, bringen neue Perspektiven und wertvolle Fähigkeiten mit. Der Girls’ Day zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie viel Potenzial in ihnen steckt – und wie wichtig starke Ausbildungspartner sind, die jungen Menschen den Weg in die Industrie öffnen.

v. l.: Natalia und Inka