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MAV fördert Schülerfirmenprojekt – Erstmalig 1. Platz im Verbandsgebiet

- Verband

Wie schafft man es, Jugendlichen das komplexe Thema Wirtschaft realitätsnah zugänglich zu machen? Ganz einfach, man lässt sie ein eigenes Unternehmen gründen. Seit 1995 haben Schüler in Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Projektes JUNIOR diese Möglichkeit. Der Märkische Arbeitgeberverband fördert das Projekt in seinem Verbandsgebiet. Das Programm dient der Berufsorientierung und vermittelt Schlüsselqualifikationen und Hintergrundwissen im Bereich Wirtschaft. Ein Jahr lang betreiben die Teilnehmer ihre eigene Firma und vertreiben sogar Produkte an Kunden, mit denen sie echtes Geld verdienen. Das bundesweite Programm richtet sich an die Sekundarstufen I und II.

Zum ersten Mal belegte ein Schülerteam aus dem Verbandsgebiet den 1. Platz beim Wettbewerb. Das Team „suba duba“ vom Burggymnasium Altena überzeugte die Jury mit selbst gefertigten Scrunchies, Natur-Bast-Armbändern und sportlichen Tampenarmbändern. „Darüber freuen wir uns sehr“, sagte MAV-Pressesprecher Dr. Andreas Weber, der den 9.-Klässlern herzlich gratulierte, „Wirtschaftliche und unternehmerische Zusammenhänge zu verstehen, ist entscheidend für das spätere Berufsleben und bereitet den ein oder anderen vielleicht auch auf eine Karriere in der Industrie vor.“

Die Produkte der 15 Jungen und Mädchen kamen gut an. „Teilweise haben wir sie selbst genäht und auch Material dafür im Internet bestellt“, erzählte Vorstandsvorsitzender Mika Kreisel. Suba duba hat ein gelungenes Marketingkonzept entwickelt. „Wir haben uns für Pink als Farbe für unsere Flyer entschieden, damit es jung und dynamisch wirkt“, sagte Mika Kreisel. Batuhan Halilcavusogullari, der sich um die Verwaltung kümmerte und stellvertretender Vorstandsvorsitzender im Projekt war, fügte hinzu: „Unsere Produkte haben wir in den Pausen an einem Stand verkauft und bei Veranstaltungen in der Schule oder auch auf dem Weihnachtsmarkt.“ Auch einige heimische Unternehmer und Institutionen, u.a. VDM Metals, die „Kletterwelt Sauerland“ und die Physiotherapiepraxis „Therapie nach Maß“, unterstützten die Nachwuchsproduzenten.  

Madita Hartig bereiteten die Finanzen großen Spaß und sie hatte zuvor sogar extra ein Praktikum bei einem Steuerberater gemacht: „Finanzierung könnte auf jeden Fall später in meine engere Berufswahl fallen.“ Auch Kimberly Bolinius aus dem Marketing ist begeistert vom Schülerfirmen-Projekt und ist sich sicher, einiges gelernt zu haben: „Am meisten hat mir der Kontakt mit Kunden gefallen.“ Es war nicht immer leicht für die Schüler, die Lieferfristen einzuhalten und auch in der Corona-Krise sanken die Verkaufszahlen. Trotz dieser erschwerten Bedingungen war das Projekt JUNIOR am Burggymnasium Altena ein voller Erfolg.