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Ausbildungsabgabe? Nein, danke!

Özgür Gökce, Geschäftsführer des MAV, hat sich in Hagen gegen Überlegungen zu einer Ausbildungsplatzabgabe für die Wirtschaft ausgesprochen. Eine solche Abgabe könne gerade von kleinen Betrieben nicht auch noch gestemmt werden. Sie belaste die Industrie in der augenblicklich schwierigen wirtschaftlichen Lage zusätzlich.

Gökce bezog Position im Rahmen des Talks “Jetzt schlägt's 13” der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer. Auf dem Friedrich-Ebert-Platz in der Hagener Innenstadt war ein großer Promotion-Stand für die Duale Berufsausbildung aufgebaut, an dem Vertreter der Wirtschaft durch Thomas Haensel, Leiter des SIHK-Geschäftsbereichs “Menschen bilden”, interviewt wurden. Gemeinsam mit dem MAV-Geschäftsführer stellte sich auch Lars Martin, Geschäftsführer von DEHOGA Westfalen, den Fragen. 

Statt weiterer Belastungen sprach sich Gökce für eine Entlastung der Ausbildungsbetriebe von zunehmender Bürokratie aus. Die größte Herausforderung sei derzeit die sogenannte Passung auf dem Ausbildungsmarkt. Unternehmen und Interessenten fänden einfach nicht zusammen. Die Folge: Trotz Wirtschaftskrise können viele Ausbildungsplätze nicht besetzt werden. 

Das gemeinsame Ziel müsse ein wirtschaftlicher Aufschwung sein, so Gökce. Dann sei auch wieder finanzieller Spielraum für erweiterte Ausbildungsaktivitäten gegeben. Damit das gelinge, bräuchten die Unternehmen Freiräume und die richtigen Rahmenbedingungen statt weitere Belastungen.