Thema war dieses Mal „Wissensmanagement“. Die große Bedeutung des Themas war allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern vor dem Hintergrund des demografischen Wandels klar. Viele langjährige Beschäftigte gehen demnächst in den Ruhestand, nicht gesichertes Wissen ist dann verloren. Der Workshop beleuchtete unter anderem, welche Rolle der Mensch, organisatorische Prozesse und Technik beim Wissensmanagement spielen.
Interessant wurde es unter anderem, als aus der Praxis berichtet wurde, wie hilfreich Bestandsaufnahmen durch Studenten oder gezielte Interviews zur Wissensabfrage vor dem Ruhestand sein können, um berufliches Alltagswissen festzuhalten. Hellhörig wurden die Teilnehmer auch, als sie von den Ansätzen des Forschungsprojektes KOWIMA hörten: Wissen wird da festgehalten, wo es auch anfällt, etwa in Chat-Verläufen, Meeting-Protokollen oder durch das Transkribieren von Audio-Arbeitsbeschreibungen von Mitarbeitern. KI kann dann für das Ziel, dieses Wissen im Unternehmen zu sichern und nutzbar zu machen, sehr hilfreich sein. Auch Sprachbarrieren spielen mit KI keine Rolle mehr – ein Plus bei der Wissensvermittlung an neue Mitarbeiter mit ausländischen Wurzeln.
Allerdings, auch das ergab der Workshop, ist Technik erst der zweite Schritt. Vorher sollte man sich mit den Prozessen im eigenen Unternehmen befassen. Wo fällt überhaupt wertvolles Wissen an? Wer steht dafür in der Verantwortung? Wie bringe ich Mitarbeiter dazu, ihr Wissen zu teilen?
Das Zukunftszentrum KI NRW wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW sowie durch die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.

