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Wittens Bürgermeister besuchte den MAV

Wittens Bürgermeister Dirk Leistner besuchte den MAV an dessen Standort in Hagen. Der MAV vertritt zahlreiche Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie im Ennepe-Ruhr-Kreise. Geschäftsführer Özgür Gökce und Bürgermeister Leistner hatten einen konstruktiven wirtschaftspolitischen Austausch, der von großem gegenseitigem Verständnis geprägt war.

Das Gespräch fand vor einem fundierten Hintergrund statt. Bürgermeister Leistner hatte in seiner Stadt bereits intensive Gespräche in Unternehmen, viele gleichzeitig Mitgliedsbetriebe des MAV, geführt und dabei Sorgen und Anliegen der Unternehmer erkannt, insbesondere in der aktuellen Wirtschaftskrise. 

Starke Dynamik, aber auch begrenzte Gewerbeflächen und hohe Abgaben

Der MAV hatte anlässlich der Kommunalwahl im vergangenen Jahr eine Kommunalstudie für den Ennepe-Ruhr-Kreis in Auftrag gegeben. Darin wurde der Stadt Witten eine vergleichsweise starke wirtschaftliche Entwicklungsdynamik in den Jahren seit 2020 attestiert.

Im Gespräch mit dem Bürgermeister kamen aber auch kritische Aspekte aus der Studie zur Sprache, etwa die begrenzten Flächenreserven für Industrie- und Gewerbeansiedlungen und die vergleichsweise hohe Gewerbesteuerbelastung für Unternehmen. Und natürlich beschäftige die Betriebe auch das Dauerbrenner-Thema Bürokratiebelastung sowie der trotz Wirtschaftskrise andauernde Fachkräftemangel, so Özgür Gökce.

Zukunftsthema Digitalisierung

Die Breitbandversorgung in Witten ist laut Kommunalstudie verbesserbar. Allerdings zeigte Dirk Leistner sich bei diesem Thema auch sehr aufgeschlossen. Die Digitalisierung sehe er als wichtiges Zukunftsthema in seiner Stadt. Die Industrie dürfte es freuen, denn neben der großen Bedeutung für betriebliche Anwendungen ist die digitale Infrastruktur auch der Schlüssel zu einer schnellen und somit aus Sicht der Unternehmer leistungsfähigeren Verwaltung. 

Der Austausch in Hagen gehört zu einer ganzen Reihe von Gesprächsterminen, die der MAV seit der Kommunalwahl mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sowie Landräten im Verbandsgebiet wahrgenommen hat. So ist ein aktuelles Netzwerk im Interesse der Wirtschaft entstanden, das auch in Zukunft aktiviert werden kann. 

Dirk Leistner (l.) und Özgür Gökce im Dialog.